Dienstag, 7. Januar 2014

Platz da! Teil 2: Vorbereitungen

Für eine Generalentrümpelung braucht man nur
  • Motivation (falls noch nicht vorhanden, hier abholbar)
  • etwas Zeit und einen Plan
  • ein paar stabile Pappkisten (z.B. Umzugskartons) und eine Rolle Mülltüten!
 
Motivation:
 
Na klar, wir wollen eine übersichtliche Wohnung und ordentliche Schränke! Aber dafür allein die ganze Arbeit? Am besten, man überlegt sich schon vorher, was man mit dem gewonnenen Raum anfangen will oder wofür man das verdiente Geld nutzen könnte. Man kann auch einfach kurzzeitig die Geduld verlieren diesen ganzen Krempel zu ertragen und die dabei entstehende Energie zum Entrümpeln nutzen.
Hilfreich, damit man unterwegs nicht einschläft, ist passende Musik und sich das Ziel immer vor Augen zu halten! Außerdem toll ist eine kleine Belohnung am Ende jedes Entrümpelungstages (z.B. ein entspannendes Bad oder eine Pizza mit dick Käse...) und eine größere am Ende der gesamten Aktion (etwas vom eingenommenen Geld kaufen oder tun, das man schon lange haben wollte, ein Entspannungstag in der Therme, oder Freunde einladen und mit dem neuen, schönen Zuhause angeben...).


Zeit und Plan:
 
Da man, vor allem wenn man lange nicht entrümpelt hat, oft vor einem erschlagenden Berg von Arbeit steht und gar nicht weiß, wo man anfangen soll, ist es meist hilfreich, sich das "Schlachtfeld" in mehrere Bereiche einzuordnen und sich für jeden Tag etwas vorzunehmen. Wer viel Zeit hat, kann sich jeden Tag ein Zimmer vornehmen, wer wenig Zeit hat, der nimmt sich in jeder Woche ein Zimmer vor und dabei an jedem Tag ein Möbelstück., oder auch nur eine Schublade. Am besten schreibt man vorher in einen Kalender, was man sich für wann vornimmt.

Wichtig ist nur: Abgrenzbare Bereiche vornehmen und in einem Bereich bleiben, bis er fertig ist! Man hat ein viel größeres Erfoglserlebnis, wenn man nach einer Stunde einen ordentlichen Schreibtisch oder meinetwegen auch nur eine ordentliche Schublade hat, als wenn man einen ganzen Tag mal hier, mal dort etwas aussortiert hat und der gesamte Raum deswegen inzwischen aussieht als hätte eine Bombe eingeschlagen... Sinnvoll ist es, an einer Stelle zu beginnen, wo der Erfolg gleich ins Auge springt! Also, welche Ecke im Raum ist aktuell total zugerümpelt und braucht dringend mal ein bisschen frischen Wind?

Wer eigentlich gar keine Zeit für eine Generalentrümpelung hat, für den ist vielleicht die Methode 7 Dinge in 7 Tagen interessant, die ich in meinem alten Blog für ein Jahr praktiziert habe. Ansonsten mache ich diesen Janaur bei wolfins Space-Clearing-Challenge mit, bei der wir gemeinsam jede Woche ein Zimmer entrümpeln und darüber bloggen.


Pappkisten und Mülltüten: 

Bevor es losgeht braucht man noch einige Behältnisse, in die man die entrümpelten Dinge werfen kann. Hierbei ist es sinnvoll, sie gleich zu ordnen, für mich hat sich dabei die folgende Kategorisierung in 3 Kisten + Schatztruhe bewährt:

  • Kiste 1: wegwerfen (mutiert in der Regel zu mehreren Säcken)
Hier kommt alles rein, was kaputt, dreckig und nicht mehr zu gebrauchen ist und was man niemand anderem zumuten kann.
Wichtig bei Kiste 1: Es handelt sich hierbei um Müll, d.h. die Kiste wird direkt nach dem Entrümpeln noch am selben Tag entsorgt - damit es nicht länger Platz blockiert als es ohnehin schon getan hat!

  • Kiste 2: weitergeben (meist mehrere Kisten und Säcke, vor allem bei Klamotten)
Alles, was man selbst nicht mehr braucht, was aber zu schade zum wegwerfen ist, kommt in Kiste 2 und wird verkauft oder verschenkt. Man trennt sich deutlich leichter von Dingen, wenn man weiß, dass man entweder noch Geld dafür bekommen kann oder dass jemand anders sich darüber freuen würde.
Man kann diese Kiste auch gleich aufspalten in mehrere Kisten für z.B. Ebay, Freunde, die Kleiderspende oder ähnliches. Vorschläge, wo man Gegenstände aus Kiste 2 verscherbeln oder verschenken kann, mache ich später in Teil 3 der Entrümpelungsblogaktion.
Wichtig bei Kiste 2: von hier aus kommt nichts zurück! Was nicht verkauft werden kann und was niemand geschenkt haben möchte, wandert nach maximal 4 Wochen in Kiste 1, denn was bis dahin nicht weg ist, wird auch später nicht begehrenswerter!

  • Kiste 3: Bewährungsfrist (hier ist eine Kistenform tatsächlich vorteilhaft)
Hier hinein kommt alles, was man eigentlich aussortieren könnte, wo aber noch Zweifel dran hängen ("Eigentlich isses doch total schön" / "Aber das könnte ich noch weiterverarbeiten zu ..." / "Eigentlich ist das super praktisch um ..."). Bevor man so ein fragwürdiges Objekt wieder ins Regal zurückstellt, legt man es in Kiste Nummer 3. Ist das Entrümpeln beendet, wird die Kiste verschlossen, ein Datum draufgeschrieben und sie kommt in den Keller. Stellt man in den nächsten Monaten fest, dass man etwas daraus wirklich benötigt oder vermisst, so kann es wieder herausgeholt werden.
Wichtig bei Kiste 3: Was ein Jahr lang in dieser Kiste lag, hat offenbar doch nicht den Wert, den man noch angenommen hat (besonders, wenn man gar nicht mehr weiß, was überhaupt in der Kiste drin war). Darum wird die 3 durchgestrichen und eine dicke 2 drübergeschrieben (und innerhalb der nächsten 4 Wochen für alles, was dann noch darin ist, eine 1).

  • Schatztruhe: (hier kann man ruhig eine schöne, stabile Pappkiste nehmen!)
Manchmal gibt es Sachen, die haben weder einen praktischen Nutzen, noch sind sie dekorativ genug um sie irgendwo offen hinzustellen. Aber es hängt eine schöne, wichtige Erinnerung daran. Bei mir ist das z.B. ein Flummi, ein altes Flugticket, ein kleines Plüschtier, ein Stickeralbum... Solche Sachen muss man natürlich nicht entrümpeln! Damit sie nicht zwischen anderen Sachen herumfliegen und untergehen, kann man sie aber in eine seperate Kiste stecken, die "Schatztruhe", deren Inhalt nur den Zweck hat, einen glücklich zu machen, wenn man drin rum stöbert. Damit die Schatztruhe nicht überhand nimmt, sollte man aber wirklich überlegen, ob die Erinnerung, die an dem Gegenstand hängt, tatsächlich aufbewahrenswert ist. Das ist eine ganz persönliche Sache. Ich hab z.B. sortiert nach "allgemeinen" Erinnerungen an eine bestimmte Zeit und nach speziellen. Wenn ich eine ganz spezielle Erinnerung z.B. an einen besonderen Moment auf einer Reise habe (z.B. eine besondere Muschel von einem stürmischen Tag am Strand), dann brauch ich nicht noch eine allgemeine (wie das Flugticket, Broschüren, Kotztüten aus dem Flieger, Stadtplan usw...).

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