Dienstag, 7. Januar 2014

Platz da! Woche 1: Wohnzimmer

Aloha,

Endlich gehts mal wieder los mit dem Entrümpeln! Freund und ich sind vor 8 Monaten hier eingezogen, meine letzte Entrümplung war irgendwann im Sommer letzten Jahres, also wirds dringend wieder Zeit...

Bei wölfins Space-Clearing-Challenge geht es diese Woche mit dem Wohnzimmer los. Da drin steht bei Freund und mir vor allem das Bücherregal, diverser Dekokram, der Kerzen-Vorrat... und vor allem, da da auch die Essecke drin steht, der übliche "random herumliegende Krempel" - Zeug aus der Post wie Briefe, Vereins- oder Krankenkassenzeitschriften, eingekaufter Kram den man nicht gleich wegpackt, Stifte usw. usf...


Anbei meine
Tipps fürs Entrümpeln im Wohnzimmer

  • generell: Regale, Schränke und Schubladen entrümpeln und reinigen
Ich gehe immer so vor, dass ich z.B. eine Schublade komplett ausräume und auswische. Alles, was ich wirklich noch benutze, wird dann ordentlich wieder hineingelegt, alles andere kommt in die Kisten 1 bis 3 (siehe Was brauch ich?). Dadurch hat man wirklich jeden Gegenstand in der Hand und übersieht kein hartnäckiges Gerümpel, das sich in einer Ecke versteckt. Auch die Verlockung, etwas noch zu behalten, weil es ja grad schon in der Schublade liegt und man es dann nicht mehr herausnehmen muss, wird dadurch wirksam bekämpft!

Wichtig ist hierbei: nicht nach einem Grund suchen, etwas zu entrümpeln! Vielmehr sollte man sofort einen Grund wissen, warum man den Gegenstand denn unbedingt noch aufheben sollte. Hat man diesen Grund nicht, ist das Objekt meist unnötig oder kann von etwas anderem ersetzt werden.

  • Bücher, DVDs...
Argh, gleich der erste Schwachpunkt! Wem es genauso geht wie mir früher, dass er einfach keine Bücher weggeben kann, obwohl das Regal überquillt: Mir fiel irgendwann auf, dass es noch so viele weitere tolle Bücherwelten gibt, in die ich eintauchen möchte, dass mir bei den meisten Büchern die ich besitze die Zeit zu schade wäre um sie ein zweites oder drittes Mal zu lesen. Natürlich habe ich eingie absolute Lieblingsbücher, die ich auch weiterhin im Regal stehen habe - aber der Großteil der Bücher war es mir einfach nicht wert, für ein erneutes Lesen auf das Kennenlernen eines neuen Buches zu verzichten. Analoges gilt für die meisten Serien bzw. Filme auf DVD.

Wie ich in meinen Tipps wohin mit dem Krempel schon vorgeschlagen habe, eignet sich bei Büchern und DVDs der Verkauf über Momox/Rebuy/Amazon, ein Bücherschrank (hier gibt es eine Liste, ich hab da auch schon DVDs und PC-Spiele reingetan) oder speziell für Bücher bookcrossing. Damit schafft man es, wirklich jedes Buch und jede DVD irgendwo unter zu bekommen - statt sinnlos im Schrank zu stehen, werden sie wieder gelesen bzw. angeschaut. Bei bookcrossing könnt ihr sogar nachverfolgen, von wem und wo!

  • Dekozeug
Klar, hübsch dekoriert sieht so ein Wohnzimmer viel schöner aus. Problematisch ist nur, dass man sich die Sachen irgendwann mal übersieht oder sie von der Jahreszeit her einfach nicht passen. Meine Taktik ist folgende:
  1. Hässliche oder kaputte Dinge sofort entfernen!
  2. Bei sehr speziellen Dingen (besonders bei Festtagsdeko) abwägen: Brauch ich für diesen einen Tag im Jahr extra Deko? Wie viel davon brauch ich (grad bei Weihnachtsdeko ein kritischer Punkt)?
  3. Lieber nur Deko behalten, die vielseitig verwendbar ist: Was kann man für mehrere Anlässe verwenden, wie z.B. generelle Winterdeko statt dem Weihnachtsmannteelicht? Welche Teelichthalter lassen sich gut mit z.B. einem Herbstlaubstrauß, aber auch mit einer Osterglocke kombinieren?
Dekozeug hat einzig und allein die Funktion, schön auszusehen und uns damit zu erfreuen. Tut es das nicht, sollte es entrümpelt werden! Wenn Deko so lange an der gleichen Stelle steht, dass wir es gar nicht mehr wahrnehmen, sollte mal umdekoriert werden.

  • Fotos
Obwohl die meisten ja inzwischen auf Digitalfotografie umgestiegen sind, findet sich bei fast jedem doch noch irgendwo eine Kiste mit Papierabzügen. Entrümpelt werden sollte allerdings auch mal der Fotoordner auf dem PC - grade durch die Digitalfotografie knipst man nämlich alles und jeden und doppelt und dreifach! Und bei Ordnern von 2.000 Fotos pro einwöchigem Urlaub schaut sich das kaum nochmal jemand an, was wirklich schade ist. Also: lieber Fotos entrümpeln und dafür schlanke, aber sehenswerte Ordner/Alben haben!

Wieviel weggeworfen oder gelöscht werden kann, hängt sicherlich stark vom individuellen Fotografier- und Sammelverhalten ab, daher gebe ich grad einfach mal an, nach welchen Kriterien ich weggeworfen bzw. gelöscht habe:
- alle unscharfen oder schlecht belichteten Bilder löschen/wegwerfen
- bei mehreren Bildern von einem Motiv alle bis auf das beste löschen/wegwerfen
- bei Bildern von Veranstaltungen etc. nur wirklich schöne oder lustige Bilder und wichtige Momente aufheben (bestes Beispiel hierfür sind Hochzeitsfotoordner, wo auf gefühlt 80% der Bilder die meisten Gäste mit dem Rücken zur Kamera stehen, grade etwas kauen oder sonstwie unspektakulär abgelichtet sind)
- bei Urlaubsfotos analog! Ein gutes Kriterium ist immer: Wenn ich dieses Bild jemandem zeigen würde, könnte ich etwas interessantes dazu erzählen bzw. ist das Bild ansich spannend? Oder schläft mir der Zuschauer ein, wenn ich 200 Bilder von Blumen im Schlossgarten von Versailles bzw. 2 Stunden lang Fotos von kaputtgebrochenen ägyptischen Statuen zeige, bei denen ich mich selbst kaum dran erinnere was sie darstellten?

Papierabzüge kann man einscannen (lassen) und dann ebenfalls auf dem Computer verwalten, um die sperrigen Flipalben, die riesigen Papierumschläge und dieses ganze Zeug entrümpeln zu können und endlich wieder Platz im Schrank zu haben!

  • random herumliegender Krempel
Vor allem am Ende des Entrümpelns fällt all das auf, was noch keinen Platz bekommen hat oder was vielleicht noch nie einen Platz hatte. Random herumliegender Krempel hat den Nachteil, dass er maßgeblich dazu beiträgt, dass ein Raum unordentlich aussieht, außerdem ist er meist Ausgangspunkt des Chaos. Glücklicherweise kann man ihn aber mit verhältnismäßig wenig Aufwand schnell eindämmen!

Bei uns sind das meist Briefe, Stifte, diese kostenlosen Zeitschriften von der Krankenkasse/dem Arbeitgeber/irgendwelchen Vereinen etc., Kassenbons, Notizzettel... Rund die Hälfte davon kann man eigentlich direkt wegwerfen. Auch die Zeitschriften können, wenn sie eine Woche herumliegen und noch nicht gelesen wurden, eigentlich in den Müll - interessanter oder aktueller werden sie durchs herumliegen nicht, und wenn man bislang keine Zeit dafür hatte, dann werden sie auch weiterhin ungelesen bleiben, bis man die nächste Ausgabe (ebenfalls ungelesen) oben drauf legt. Briefe sortiere ich nach Müll (man muss ja nun wirklich nicht jede Benachrichtigung über irgendwas aufheben) oder Ablage, d.h. wichtige Briefe kommen zunächst in ein Fach im Schreibtisch, von wo sie dann regelmäßig in einen dicken Ordner abgeheftet werden.
Für Stifte und sonstigen Kram, den man ja ohnehin alle paar Tage wieder braucht und herumliegen hat, empfiehlt sich eine "Krutschelschublade" - also eine Schublade oder Dose, wo soetwas einfach mal ohne Ordnung hineingeworfen werden darf. Die Schublade allerdings sollte natülich auch ab und an mal durchgesehen werden (nicht, dass sich da noch ein kleines flauschiges Viech zwischen Gummibändern, Samentütchen und fast leeren Tesarollen einnistet!).


Kommentare:

  1. Ohhhhhjaaaaaa! Du sprichst mir aus der Seele, ich werde brav lesen was Du schreibst....mache gerade ein Antirümpeljahr: also nicht nur Ent- sonder gar nicht erst Ver-rümpeln! Dinge aufbrauchen, verbasteln, verstricken, vermalen, etc. und eben nix kaufen, ibrauchnix, ihaballes ;)

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    1. Das ist ein toller Ansatz =) Ich muss mich auch regelmäßig dran erinnern, Zeug endlich mal verstärkt zu nutzen... Meist bekomm ich aber schneller wieder Zeug (Kerzen, Wolle, Badesachen...) geschenkt als ich es aufbrauche =/

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    2. Kommt mir gar nicht unbekannt vor... ;)

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