Montag, 13. Januar 2014

Platz da! Woche 2: Küche

Moin ihr lieben,

heute gehts los mit meiner nächsten Entrümpelungsaktion für Wölfins Space-Clearing-Challenge

Diese Woche ist die Küche dran, was bei uns gut passt, da sie direkt mit dem letzte Woche entrümpelten Wohnzimmer zusammenhängt und gnadenlos chaotisch ist. Weil wir relativ sukzessive die Schränke eingeräumt haben, gibt es zwei weit voneinander entfernte Vorratsschrankfächer, bei denen es zur Zeit noch keine intuitive Logik gibt, was man in welchem Schrank finden könnte. Außerdem fliegt der Tee durcheinander, die einzige vorhandene Schublade ist überfüllt und die beiden Schrankfächer für meine Backzutaten und für so Krams wie Schüsseln, Auflaufformen etc. sind unglaublich chaotisch (vor allem, weil sie irgendwie ein bisschen zu hoch sind und ich deswegen schlecht dran komme). Da muss ich mir echt was überlegen...

Bevor ich umstrukturiere muss aber erstmal vieles weg! Glücklicherweise nehmen Freunds Eltern gern ausrangierte Haushaltsartikel an. Die lagern sie, sofern sie die Dinge nicht selbst benutzen, bei sich im Keller und sobald irgendwer umzieht oder heiratet wird sich daraus bedient (was in polnischen Familien irgendwie recht oft vorzukommen scheint). Weggeschmissen wird da nix, alles kann man irgendwo noch nutzen (zumal dort auch tatsächlich verwertet wird und das nicht nur eine Ausrede fürs Horten ist!).


Heute also für alle, die (jetzt oder später) mitentrümpeln möchten:

Tipps fürs Entrümpeln in der Küche

  • generell für Schränke und Schubladen:
Auch hier nochmal meine Vorgehensweise: erst alles komplett herausnehmen, dann Schrankfach bzw. Schublade gut aussaugen & auswischen. Dann von allem was draußen liegt nur noch die Dinge wieder einräumen, die man wirklich benutzt, den Rest in die 3 Kisten stecken.

  • Checkliste für jedes Teil, das man in der Hand hat:
- Wann habe ich diesen Gegenstand das letzte mal genutzt?
- Ist der Gegenstand doppelt oder kann man ihn durch etwas anderes ersetzen? (Beispiel: diverse verschiedene Kuchenformen, Unmengen an Geschirr, der Wok, der einmal im Jahr benutzt wird, dafür aber unglaublich viel Platz wegnimmt - kann man stattdessen auch eine Pfanne nehmen?)
- Erspart das Gerät tatsächlich Arbeit? (Beispiel: große elektronische Zitruspresse, die jedesmal mühsam auseinandergebaut und gereinigt werden muss im Vergleich zu der einfachen Handpresse)
- Gefällt es mir? (Beispiel Geschirr, das man geschenkt bekam)

  • Geschirrmassen eindämmen:
Die meisten Haushalte haben unglaubliche Mengen an Geschirr. Zunächst benötigt man ja generell mehr, wenn man einen Geschirrspüler hat, da man dort erstmal "sammelt", bevor ein Spülgang stattfindet. Oft gibt es aber auch noch das gute Extrageschirr, das man irgendwo geerbt hat und nur zu ganz besonderen Anlässen rausholt, oder eine geliebte Müslischüssel, die nur im Schrank steht, weil man Angst hat dass sie kaputt geht, oder Geschirr das man irgendwie nie nutzt, da es nicht in die Spülmaschine darf... Benötigt man denn tatsächlich das verschnörkelte 12-Personen Teeservice, oder reicht nicht für die seltenen Gelegenheiten auch ein simples, alltagstaugliches weißes Geschirr und dafür liebevolle Tischdeko und ein verzierter Kuchen? Hat man nicht mehr davon, wenn man die Müslischüssel benutzt, als wenn sie nur im Schrank steht? Evtl. ergeben sich ja auch andere Nutzmöglichkeiten wie als Bonbon- oder Schlüsselschale.

  •  Optisches Verrümpeln vermeiden:
Es gibt zwei Orte, die man in Küchen möglichst frei lassen sollte: die Arbeitsfläche und die Oberseite von Schränken. Die Arbeitsfläche, die ja eigentlich als freie Fläche zum Arbeiten gedacht war, wird zugeparkt von Zeug wie Brotkästen, Toaster, Wasserkocher, Radio, Mikrowelle, Brotschneidemaschine, Kaffeemaschine, Spülmittel, Mixer usw., dazu kommt oft noch alles, was man oft so in der Hand hat: Müslipackungen, Tabletten, Zettel und Stifte, Knabberkram... Auf die Schränke wird dagegen alles verbannt, was groß und sperrig ist. An dem ekligen klebrigen Film, der sich irgendwann drauf bildet, bemerkt man schließlich, wie wenig man die Sachen eigentlich benutzt (und wie fettig man kocht ;) ).

Damit die Küche optisch leerer und ordentlicher aussieht, sollte man das Gerümpel auf den Schränken entfernen und alles, was man nicht wirklich oft braucht, von der Arbeitsfläche verbannen. Wenn man nur selten ein Toast macht oder nur einmal die Woche Brot schneidet, können z.B. Toaster und Brotschneidemaschine auch in einem (inzwischen dank Entrümpelung hoffentlich freien) Küchenschrank untergebracht werden. Kleine Sachen wie Spüli, Radio etc. kann man auf Regalen oder gruppiert in Körbchen unterbringen. Für Mikrowellen gibt es beispielsweise Winkel, mit denen man sie an der Wand unterbringen und z.B. unter einen Schrank hängen kann, um die Fläche darunter nutzen zu können. Kleinkram wie Stifte usw. kann man in eine Krutschelschublade werfen, also eien Schublade nur für solche kleinen Dinge, die man aber ständig braucht (also nicht zusammenwerfen mit den Plätzchenausstechern!).


So, ich mach mir demnächst ja mein Mittagessen und fange derweilen schonmal an (wenn man eh neben dem Kochtopf herumsteht, kann man auch nen Schrank ausräumen...). Bin gespannt, was ihr oder die anderen Teilnehmer von wölfins Challenge diese Woche so entrümpelt!

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